Unscheinbar, aber gefährlich!

Blog > Beitrag vom 25.05.2022
Hund im Feld Sie sind klein, sie sind unscheinbar und sie lauern an Wegesrändern und Wiesen auf ihre Opfer. Nein, diesmal geht es nicht um Zecken, es geht um Grannen.

Im späten Frühjahr und im Sommer häufen sich die Meldungen aus den Tierarztpraxen, dass dort Hunde und Katzen wegen einer oder mehrerer Grannen endoskopiert, schlimmstenfalls sogar operiert werden mussten.

Aber was ist überhaupt eine Granne?

Eine Granne ist ein kleines borstiges- oder fadenförmiges Pflanzenteilchen, ein Bestandteil vieler Getreide- und Gräserarten. Beim Spazieren durch Felder und Wiesen bleiben sie mit ihren kleinen Widerhaken sehr oft am Hunde- oder Katzenfell, aber auch an unserer eigenen Kleidung hängen und wandern von dort aus weiter.

Dabei können sie in Ohren, Nase und Pfoten eindringen und dort Entzündungen und Schäden auslösen.

Häufig betroffene Körperstellen sind neben den genannten auch die Achseln und die Leisten, dort wo die Haut etwas dünner ist.

Aufgrund ihrer kleinen Größe dringen Grannen sehr schnell in den Gehörgang von Hunden oder Katzen ein und sind so für den Halter von außen nicht mehr sichtbar.

Auch die Hundenase ist ein beliebtes Opfer der Grannen. Hier mal kurz geschnuppert und schon hängt so ein hartnäckiges Teilchen im Nasengang fest. Da hilft auch kein niesen, um sie wieder hinausbefördern.

Dringt eine Granne im Zwischenzehenbereich der Pfoten ein, bilden sich dort häufig eitrige Abzesse, die unangenehme Schmerzen verursachen. Auch können eingedrungene Pflanzenteile im Gewebe weiter nach oben wandern und sollten daher schnellstmöglich entfernt werden. Steckt die Granne nur leicht im Fell oder in der Haut, kann man vorsichtig versuchen diese zu entfernen. Ist sie schon zu tief eingedrungen, sollte man nicht mehr versuchen es zu entfernen, sondern einen Tierarzt aufsuchen, der die Granne fachgerecht und sauber entfernen wird.

So wie man nach einem Spaziergang oder Freigang sein Tier nach Zecken absucht, sollte man grad in diesen Jahreszeiten ebenfalls nach Grannen am Tier Ausschau halten. Pfotenkontrolle, Augen- und Ohrencheck, aber auch die Schnauze, denn auch dort können sie durchaus stecken und auch weiterwandern.

Natürlich lässt es sich nicht gänzlich verhindern, aber Getreidefelder oder Wiesen sollten in dieser Zeit gemieden werden.

Was kann auf eine eingedrungene Granne hinweisen? Folgende Symptome können evtl durch eine Granne verursacht worden sein:

  • Husten oder niesen
  • Schütteln des Kopfes
  • Gerötete und/oder zugekniffene Augen
  • Intensives Ablecken der Pfoten
  • Physische Einschränkungen wie z. B. Humpeln
  • Rötungen und/oder Schwellungen
  • Erbrechen
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