Herbstgrasmilben - Winzige Plagegeister

Blog > Beitrag vom 02.08.2021
Rennender Hund im Gras Sie sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen und lauern im Gras auf ihre Opfer: die Larven der Herbstgrasmilbe.

Neotrombicula autumnalis, besser bekannt als Herbstgrasmilbe, gehört zur Familie der Laufmilben und zählt somit zu den Spinnentieren.

Erwachsene Herbstgrasmilben leben im Erdboden und sind Vegetarierer, die sich von abgestorbenen Pflanzenteilen ernähren. Ihre Larven hingegen leben parasitisch und ernähren sich von Blut und Gewebeflüssigkeit ihres Wirtes: Menschen und Tieren.

Die Herbstgrasmilbe legt ihre Eier im Erdboden ab. Nach etwa vier Wochen schlüpfen die Larven und warten im hohen Gras auf ihre Opfer. Läuft Mensch oder Tier an ihr vorbei und berührt die Larve, klammert sie sich an der Körperoberfläche fest und begibt sich auf die Suche nach einem idealen Speiseplatz, bevorzugt feuchtwarm und mit möglichst dünner Haut ausgebildet.

Hier wird das scharfe Mundwerkzeug genutzt, um die Haut anzuritzen und in die obersten Hautschichten einzudringen. Ein enzymhaltiges Speichelsekret sorgt dafür, dass sich die darunterliegenden Hautbestandteile auflösen.

Bei Hunden findet man die kleinen Parasiten am häufigsten im Bereich der Zehenzwischenräume, im Bereich der Augen und Nase und in der Leistengegend.

Symptome treten meistens erst nach 24 Stunden auf und beschränken sich dabei auf die unmittelbar betroffenen Hautstellen.

Hierzu gehören am häufigsten:

  • · Juckreiz, verdeutlicht durch Belecken, Beknabbern und Reiben befallener Stellen
  • · Hautrötungen
  • · Pusteln- und Krustenbildung
  • · Fellverlust

Durch das Beknabbern und Kratzen kann es zudem zu bakteriellen Sekundärinfektionen kommen. Zwar verlassen die Larven nach ihrer Mahlzeit selbstständig ihren Wirt, so dass der von Parasitenmitteln nicht zwingend notwendig ist.

Allerdings sollte dem befallenen Tier bezüglich der symptomatischen und lokalen Problemen geholfen werden. Hier helfen Pfotenbäder und entzündungshemmende Salben.

Zur Vorbeugung, vor allem bei empfindlichen Hunden, haben sich folgende Tipps bewährt:

  • · Spaziergänge in den frühen Morgenstunden
  • · Meidung befallener Wiesen im Sommer/Herbst
  • · Nutzung von Repellentien (Halsband / Spot on)
  • · Hundeschuhe
  • · Auswaschen der Pfoten nach dem Spaziergang
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