Flotter Brummer mit Biss - Pferdebremsen

Blog > Beitrag vom 16.08.2021
Eine Pferdebremse / Blinder Kuckuck Hektisch um sich schlagende Menschen oder genervt mit dem Schweif wedelnde Pferde können ein Hinweis darauf sein, dass Tabanus sudeticus, die Pferdebremse, dort ihr Unwesen treibt.

Die Pferdebremse gehört zur Familie der Bremsen, zu denen weltweit insgesamt über 4000 Arten zählen. Während sich die männlichen Bremsen von Pollen und Nektar ernähren, gehören die Weibchen zu den blutsaugenden (hämatophagen) Insekten und beißen vor allem Warmblüter.

Während eine Mücke schon fast heimlich sticht, verfügt eine Bremse über grobes Mundwerkzeug, mit dem sie die Haut aufreißt und sofort eine schmerzende Wunde hinterlässt. Die Stelle kann über Stunden, manchmal auch über Tage hinweg jucken, schmerzen und anschwellen. Teilweise löst der „Stich“ auch allergische Reaktionen beim Bremsenopfer aus.

Infektionsrisiko

Bei einem Stich kann das Virus der equinen infektiösen Anämie, (Equine infectious anemia virus, EIA-Virus, EIAV), Milzbrand, Tularämie, die Weilsche Krankheit und Borrelien (Lyme-Borreliose) übertragen werden. Daher ist ein prophylaktischer Schutz gegen den laut brummenden Blutsauger bei Mensch und Tier ratsam.

Pferdebremsen sind gut erkennbar an ihrer graubraunen Färbung und ihrem rund 19 bis 25 mm langen Körper. Sie fliegen im Tiefflug, verstecken sich an Bäumen, Fassaden, Gräser und Büschen und lauern dort, besonders gern an schwülwarmen Sommertagen, ihren Opfern auf. Sie orientieren sich hauptsächlich über ihren Geruchssinn und hingegen der üblichen Meinung ist es nicht der Geruch von Blut der sie anlockt, sondern der Geruch von Schweiß.

Pferdebremsen unterscheiden visuell nur zwischen hell und dunkel, bevorzugen aber sowohl beim Menschen, als auch beim Pferd eher die dunklen Typen. Dies mag daran liegen, dass das dunkle Tier auf einem Schimmel schnell enttarnt werden würde.

Ihre Opfer entkommen ihr so schnell auch nicht, denn der kleine Brummer kann Fluggeschwindigkeiten von bis zu 6,5 km/h erreichen.

Bremsenabwehr

Sowohl Mensch als auch Tier sollte ausreichend gegen die Blutsauger geschützt werden. Neben heller Kleidung für den Menschen und Schutzdecken für Pferde (Zebralook), kann man sich mit diversen Abwehrsprays aus dem Fachhandel behelfen.

Die äußerliche Anwendung von Sprays und Co. wirken in der Regel nicht nur gegen Pferdebremsen, sondern halten ebenso Kriebelmücken, Zecken und Flöhe fern. Also alle Blutsauger, die sich am Schweißgeruch ihres Opfers orientieren.

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