Vergiftungsgefahr durch Walnüsse

Blog > Beitrag vom 25.10.2021
Dackel der am Boden schnuppert Der Herbst läutet die Saison der Nüsse ein und diese gelten gemeinhin als echtes Super Food. Sie sind reich an Vitaminen wie Vitamin E, B1, B2 und B6, enthalten einen hohen Gehalt an Eisen, Zink, Magnesium und Kalzium und sind reich an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Das klingt einfach perfekt, denn die Vitamine werden für die Zellerneuerung benötigt, sind an Stoffwechselvorgängen und am Herzmuskelaufbau beteiligt. Die Mineralien sind wichtig für die Knochen, Blutbildung, Muskelaufbau und die Gesunderhaltung der Knochen.

Aber Vorsicht – nicht jede Nuss ist auch wirklich gesund für den Hund!

Während die einen Nüsse sich perfekt als Hundesnack eignen, gehören Walnüsse nicht auf den Speiseplan des Hundes!

Walnüsse sind oftmals von einem Schimmelpilz befallen. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass dies nur für frische Walnüsse gelte, aber dem ist nicht so! Auch alte Walnüsse und Walnussschalen sind häufig von „Penicillium crustosum“ befallen, einem Pilz, der sich häufig auf fettreichen Lebensmitteln findet.

Der Pilz an sich ist gar nicht das Problem, sondern ein Zwischenprodukt seines Zellstoffwechsels: das Roquefortin C.
Roquefortin C ist ein Mykotoxin, ein sekundäres Stoffwechselprodukt aus Schimmelpilzen, welche bei Wirbeltieren bereits in geringsten Mengen giftig wirken können.

Der Pilz und das Roquefortin C befinden sich hauptsächlich auf der Schale sowie auf der dünnen Haut, die die Walnuss umgibt. Hitze kann dem Gift nichts anhaben, so dass auch gebackene oder geröstete Walnüsse eine Gefahr für den Hund darstellen können.

Die Wirkung von Roquefortin C ist dem von Strychnin ähnlich. Es verursacht bei Hunden Muskelkrämpfe und Zittern. Hierbei kann es zum heftigen Überstrecken des Rückens und Augenzittern kommen (Nystagmus). Weiterhin kann es zu erhöhtem Speichelfluss, Herzrasen und unregelmäßiger Atmung führen, auch Durchfall, Erbrechen und epileptischen Anfälle können Folge einer Aufnahme sein.

Nierenversagen und Austrocknung können Folgen einer schweren Vergiftung sein, im schlimmsten Fall endet eine solche Vergiftung tödlich.

Gerade jetzt im Herbst ist die Gefahr für Hunde besonders groß, da ab Ende September die Nüsse am Baum reif sind und auch zu Boden fallen. Schimmelpilze lieben es feucht und Nüsse, die im feuchten Laub unter den Bäumen liegen, enthalten daher eine sehr hohe Konzentration von Roquefortin C.

Die Gefahr für den Hund ist nicht allein durch das Fressen der Nuss gegeben. Es reicht schon aus, wenn er mit der Nuss spielt und sie ins Maul nimmt.

Wer einen Walnussbaum im Garten hat, der sollte heruntergefallene Nüsse einsammeln, bei Spaziergängen sollte man Gebiete mit Walnussbäumen meiden.

Auch wenn der Hund bis dato keine Probleme mit Walnüssen hatte, ist dies keine Garantie dafür, dass die nächste Nuss nicht von Schimmelpilzen befallen sein könnte!

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