Wie lange braucht ein Hund, um anzukommen?

Blog > Beitrag vom 20.09.2022
Hund schaut zu Mensch Neulich las ich bei „Partner Hund“ die Faustregel:
„Neu adoptierte Hunde brauchen 3 Tage, um sich zu beruhigen. 3 Wochen, um deine Routine zu kennen. 3 Monate, um sich zuhause zu fühlen. Gib ihnen diese Zeit.“
Das ist sehr schön formuliert <3 Und eine hilfreiche Richtlinie, die besonders Ersthundehalter unterstützen kann, dem neuen Mitbewohner Verständnis und Geduld in einem adäquaten Maße entgegenzubringen. Allerdings ist jeder Hund ein Individuum und so ist es sinnvoll, die Ankommens-Dauer nach einer Adoption noch etwas individueller zu betrachten und den Hund aktiv dabei zu unterstützen.

Sind wir nicht alle die Summe unserer Teile?

Ein Hund ist eine Persönlichkeit, die sich nicht nur aufgrund von Genetik ergibt, sondern sich unter anderem entwickelt aufgrund von Erfahrungen, sozialen Interaktionen, dem Umfeld. Ob Welpe, Erwachsener oder Senior. Wie lange der Hund braucht, um bei seiner neuen Familie wirklich anzukommen, sich zuhause, angenommen, wohl zu fühlen, hängt also von vielen Kriterien ab, mitunter von folgenden:

  • Woher kommt der Hund – vom Züchter, vom Vermehrer, aus dem Tierheim, von einer Pflegestelle, aus dem In- oder Ausland?
  • Wie alt ist der Hund?
  • Wie gesund ist der Hund?
  • Ist das sein erster Umzug oder hat er den Stempel „Wanderpokal“?
  • Wie sehr unterscheidet sich der Ort, von dem der Hund kommt, von dem neuen Zuhause (Freiheit, Züchter, Zwinger, Bauernhof)?
  • Wie steht es um die Dynamik, die Lautstärke, die Reizlage (Singlehaushalt, Großfamilie, Stadtwohnung, Landhaus)?
  • Gibt es weitere Hunde oder sonstige Tiere im Haushalt?
  • Wie verhalten sich die neuen Menschen ihm gegenüber?
  • Haben die neuen Menschen ein stabiles, aktuelles Wissen über Hunde, über deren Bedürfnisse, können sie Hunde gut lesen?


Beim Ankommen helfen

Hunde brauchen eine klare Struktur und eindeutige Regeln – und das von Tag eins an. Natürlich fair und verständlich vom Menschen kommuniziert und basierend auf hündischen Bedürfnissen. Dies hilft ihnen viel besser dabei, anzukommen, denn sie wissen gleich, woran sie sind, wen sie vor sich haben, was okay ist im sozialen Miteinander und was nicht. Genau das gibt ihnen einen überschaubaren Rahmen und damit das, was sie nun am meisten brauchen: Sicherheit. Und wer sich sicher fühlt, kann auch entspannt die Kontrolle abgeben, Eindrücke sortieren und ruhen, um alles Neue zu verarbeiten …

In diesem Sinne: lasst eure Hunde in Ruhe ankommen, indem ihr sie fair anleitet und geduldig unterstützt.


-- geschrieben von Martina, Hundetrainerin bei Kläffer & Smart

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